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Sonntag, 27. November 2011, 15.00 Uhr Adventskonzert in der Pauluskirche Zehlendorf | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hildegard Beckmann Die Frau unseres Sangesbruders und Ehrenmitglieds Kurt Beckmann verstarb am 15. Juni 2011. Die Beisetzung fand am 5. Juli statt, auf dem Friedhof Onkel-Tom-Str.30 statt. Dort liegt auch unser Vereinsgründer Karl Schrock, aber auch unser Ehrenmitglied Willi Keil begraben. Bei der Trauerfeier sprach Pfarrer Kurt Kreibohm, der auch Sangesbruder Wolfgang Hell beerdigte. Als ich auf den Friedhof kam, stand unser Kurt trotz seiner 97 Lebensjahre aufrecht und aufgeräumt im Kreise seiner Dreigenerationenfamilie und freute sich sichtlich über meine Anwesenheit. Es gehe ihm gut, er habe keine Krankheiten und gehe nie zum Arzt. Nur wenn der Arzt zu seiner Frau kam, so berichtete er, habe dieser auch mal kurz nach ihm geschaut. Er erzählte noch über seinen Drang, aufzuzeichnen, was ihn bewege, das läge ihm mehr, als zu erzählen. Da kann ich nur begrenzt zustimmen. Kurt hatte mich nach meiner aller ersten Chorprobe zum Parkplatz begleitet und schaffte es in der kurzen Zeit, die wichtigsten Ereignisse seines schon damals langen Lebens ausführlich zu schildern. Das hat mich motiviert, beim MGVZ um Mitgliedschaft nach zu suchen und hat sicher dazu beigetragen, dass ich später in jahrelanger Arbeit die Chronik unseres Vereins zu Papier gebracht habe. In der Chronik wird auch ausführlich über Sangesbruder Kurt Beckmann berichtet, überwiegend das, was er mir damals erzählte. Siehe dazu die Kapitel Unser Frauenchor Zehlendorf" und Der Sänger Kurt Beckmann". In der wunderbaren Ansprache von Pfarrer Kreibohm wurde auch vieles davon nochmals aufgerufen, es ging ja um das gemeinsame Leben von Hildegard und Kurt. Schließlich hatten die beiden 2001 schon die Diamantene Hochzeit gefeiert und hätten im kommenden September sogar die Gnadenhochzeit für 70 Ehejahre feiern können. Das Leben von Hildegard und Kurt symbolisiert über lange Zeit hinweg die Geschichte des Männergesangvereins Zehlendorf und des Frauenchores Zehlendorf. Mit Hildegard ist nun das letzte noch lebende Gründungsmitglied des Frauenchores gestorben. Schon bei der Hochzeit der Beiden 1941 sang der Männergesangverein, wie auch beim Silbernen, Goldenen und Eisernen Jubiläum, aber auch bei runden Geburtstagen. Nun hat der Frauenchor für sein Gründungsmitglied zum Abschied nochmals gesungen. In unserer heutigen Welt, wo sich die Generationen nicht mehr richtig verstehen wollen und Partnerschaften auseinander brechen, denke ich gerne an die Beckmanns, wo alles ein wenig anders und besser ist. Unser Kurt wird da umhegt und gepflegt und er ist wie immer. Ich bin gerne zu dieser Beerdigung gegangen, bin aber nicht sicher, ob man so etwas sagen kann. Eine Beerdigung ist nun mal kein freudiges Ereignis. Noch immer bedauere ich, bei der Beerdigung unseres langjährigen passiven Mitglieds Steffi Bähr nicht dabei gewesen zu sein. Unser Ehrenvorsitzender Winfried Bähr hätte mich gerne dabei gehabt, aber ich wohnte gerade am anderen Ende der Welt. Der Aufwand wäre sehr groß gewesen, aber eine Beerdigung ist einmalig. Sie ist durch nichts zu ersetzen und nicht wiederholbar. Was gibt es noch zu sagen? Nach Tagen heftiger Regenfälle schien auf dem Friedhof die warme Morgensonne. Die Worte von Pfarrer Kreibohm haben mir gut getan. Unserem Sangesbruder Kurt Beckmann geht es den Umständen entsprechend gut. Was will man mehr? Rainer Markert, am 6. Juli 2011. Die Sonne scheint noch immer. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Herrenpartie des MGV Zehlendorf 1873 und des Männerchores Frohsinn Teltow 1874 nach Storkow und dem Kloster Neuzelle. Anno domini 2011, am 28. Mai Diesmal war es wieder eine wahre Herrenpartie, also ohne Weiber. Gleichzeitig fehlten auch die Vorsitzenden beider Chöre. So stand das Ganze unter der Leitung der jeweils Zweiten, einem Panzerfahrer und einem Major der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR. Das fiel aber nur dem Chronisten auf, der immer auf der Suche nach solchen Besonderheiten ist. Nach dem ersten großen Hallo im Bus verfielen die verehrten Sangesbrüder in allgemeines Dösen in Erwartung eines schönen Frühstücks in Storkow. So war es dann auch, in Storkow hatte die Reiseleitung das Frühstück für uns gebucht. Es wurden schon vor dem Futtern auch die ersten Lieder geschmettert, auf nüchternen Magen sozusagen. Man weiß ja, dass der Alkohol die Zungen löst, was aber der Qualität des Gesangs nicht immer zugute kommt. Als der erste Heißhunger gestellt war und die Verdauung leise einsetzte, wurde der Sangesbruder Z von offizieller Seite aufgefordert, Witze zu erzählen. Die Besonderheit dieser Erzählungen war die, dass sehr viele Witze schon bekannt waren, aber jeder gerne zuhörte. Denn der Sangesbruder Z kann so schön erzählen und lacht auch noch so ansteckend mit, dass kaum ein Auge trocken bleibt. So ermutigte er den Einen oder Anderen, auch eine Geschichte zum Besten zu geben. Es liegt in der Natur einer Herrenpartie, dass solche Witze sich um das Vögeln ranken, und zwar in allen Variationen, die sich den bejahrten Sangesbrüdern in der Erinnerung eines langen Lebens darboten. Andere Witze, wie etwa die aus Kindermund, wären da ganz falsch gewesen. Es muss erwähnt werden, dass die Kellnerinnen sich zuvor diskret zurück gezogen hatten. Vielleicht haben sie etwas verpasst, aber das weiß man ja nicht. Jedenfalls berichtete mir ein Sangesbruder, der sich die Geschichten merkte und sie zu Hause seiner Frau erzählte, dass es dabei nichts mehr zu lachen gab. Also lasse man die Witze da, wo sie hin gehören, auf die Herrenpartie. Da wurde zum Abschluss in Storkow nachmals kräftig gesungen. Da kein Chorleiter dabei war, übernahm der Chronist gerne die Chorleitung, zumal wir nur zu unserer eigenen Freude die Lieder erklingen ließen. In Neuzelle stand eine Brauereibesichtigung auf dem Programm. Das lässt normalerweise ein Sängerherz höher schlagen, aber hier stiegen wir über steile Stufen rauf und runter, sahen alte Säcke, Bottiche und Bierflaschen mit den wunderlichsten Etiketten und Biersorten, die auf einen Klosterbruder zurück gehen. Der Höhepunkt der Besichtigung war die Betrachtung von Bierkästen in einer modernen Lagerhalle. Dort haben wir wieder gesungen, ein Bier, das macht den Durst erst schön, und dann verließen wir mit staubtrockener Kehle die alte Brauerei. Sie ist nach den Prospekten ein touristisches Glanzstück von Neuzelle. Nach der trockenen Besichtigung wäre uns so was nicht im Traum eingefallen. Das wirkliche Glanzstück war das Kloster selbst, mit einer hoch aufragenden Kirche, die den Mittelpunkt des Klosters bildete. Leider war uns die Besichtigung verwehrt, da ein Brautpaar just zu diesem Zeitpunkt drinnen heiratete und die Kirche zusperrte. Man muss das respektieren und froh sein, wenn heutzutage überhaupt noch jemand heiratet. Zum Glück gab es noch eine kleinere evangelische Kirche gleich nebenan, die wir besichtigen konnten. Man spürte förmlich den hohen Renovierungsbedarf dieses Gebäudes und erfuhren von einer Führerin eine ganze Menge. Zum Abschluss sangen wir vor dem Altar noch ein paar passende Lieder, die, wie fast immer in einer Kirche, wunderbar klangen. Tage später stand in der Morgenpost ein Bericht über das Kloster Neuzelle. Der Kulturstaatsminister Neumann verkündete, dass Geld für die Restaurierung der barocken Klosteranlage bereit gestellt wird. Davon sind 450 000.- für die evangelische Kirche vorgesehen. Na also, geht doch. Vielleicht fahren wir in ein paar Jahren mal wieder nach Neuzelle. Das Mittagessen nahmen wir in der Klosterschänke ein. Obwohl das Essen seit Wochen vorbestellt war, dauerte es noch eine Dreiviertelstunde, bis schließlich serviert wurde. Die Wartezeit nutzten wir zur Flüssigkeitsaufnahme, d.h. wir ließen unsere Biergläser mehrfach nachfüllen. Das war dringend notwendig und für viele war das der erste Alkohol des Tages. Nur ein paar Spezialisten hatten schon zum Frühstück Bier bestellt. Die Wartezeit wurde uns nicht langweilig. Als das Essen schließlich serviert wurde, hatten wir richtig Hunger. Wie sagt man so schön: Hunger ist der beste Koch. Nur so ist zu erklären, dass die Sangesbrüder unverzagt verkündeten, das Essen habe geschmeckt. Tatsächlich war aber das Fleisch so hart und trocken, dass ich es normalerweise meinem Hund gegeben hätte, der hat noch gesunde Zähne. In einer solchen Gesellschaft will man nicht auf den Putz hauen, es wäre peinlich geworden. Wäre nur Hannelore dabei gewesen, hätte ich das Essen zurück gehen lassen. Verlange ich zuviel? Zum Glück schimpfte aber auch ein Sangesbruder darüber, dass der Wirt für dieses schlechte Essen auch noch Geld verlangte. Die Rückfahrt im Bus war heiter und vergnüglich. Sangesbruder H, der bestens für die Noten sorgte, hatte noch weitere Talente, nämlich die eines Mundschenks. Bestens vorbereitet mit vollen Flaschen und kleinen Plastikgläschen eilte er wieder und wieder durch den Bus, um alle ausreichend zu versorgen. Das muss wirklich gelobt werden, denn Singen ohne Trinken ist nur schwer denkbar, und dabei denkt der Chronist nicht an Milch. Und tatsächlich, es wurde im Bus gesungen wie noch nie. Alle möglichen und unmöglichen Lieder wurden geträllert, von Aramsamsam bis Lilli Marlen, allerdings mit einem anderen Text, der gesungen werden konnte, weil keine Damen anwesend waren. Es muss aber gesagt werden, dass das Lied: Mutter komm mal runter, das bei einer früheren Herrenpartie dominierte, diesmal vergessen wurde. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Die oberste Heeresleitung sah auf der Rückfahrt noch einen Zwischenstopp in Storkow vor, in einem Gartenlokal, das einen ordentlichen Eindruck machte. Der Gesang allerdings war nicht mehr ganz so gut. Nicht nur wegen des Alkohols, der den einen oder anderen Sänger etwas beeinträchtigte. Der Vorrat an gemeinsamen Liedern der beiden Chöre war weitgehend aufgebraucht. Es war ganz schön da, aber schließlich mussten wir wieder nach Hause. Im Bus verteilte Sangesbruder H noch einen südafrikanischen Likör der Marke Schlüpferstürmer. Ein Teltower Sangesbruder legte eine CD mit flotter Musik auf. Einige Lieder wurden teilweise mitgesungen, einige Freunde des Gesangs dösten ein wenig. Übrigens war der Busfahrer ein guter Mann, der auch Witze gut erzählen konnte und wohl auch Spaß an dieser Tour hatte. Er hat wohl auch ein schönes Trinkgeld bekommen. Die Herrenpartie war gelungen, wir haben so viel gesungen wie noch nie bei einem solchen Ausflug. Wir sind schließlich ein Gesangverein und ein Männerchor. Was verbindet uns? Das Singen! Dank an diejenigen, die alles bestens vorbereitet hatten. Prosit, liebe Sangesbrüder! Rainer Markert, am längsten Tag im Juni des Jahres 2011, niedergeschrieben auf Wunsch des Sangesbruders H, der meinte, er hätte noch nichts über die Herrenpartie gelesen. Da der Sangesbruder H stets so viel so zuverlässig für uns tut, bin ich flugs an meinen PC geeilt, um diesen Bericht zu Papier zu bringen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Vom Teltowkanal zum Neckar. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Adventskonzert Eines steht immer fest, da braucht man keinen Terminkalender: Am Ersten Advent um 15 Uhr, jedes Jahr, findet in der Pauluskirche in Zehlendorf das Adventskonzert des Männergesangvereins Zehlendorf 1873, des Frauenchores Zehlendorf 1952 und der Saarmann'schen Liedertafel 1873 statt. Das erste dieser Konzerte fand wohl 1980 statt, nur mit den beiden Zehlendorfer Chören, in der Pauluskirche. In den Folgejahren gab es weiterhin solche Konzerte, sie fanden aber in anderen Kirchen statt. Erst in den späten 1980er Jahren wurden die Konzerte in der Pauluskirche regelmäßig zum Höhepunkt im Jahreslauf der Chöre. Der Männergesangverein hatte einen Chorleiter, der auch die Saarmann'sche Liedertafel aus Reinickendorf leitete. Da lag es nahe, auch die Saarmänner am Konzert zu beteiligen. Inzwischen gibt es einen neuen Chorleiter, den Kirchenmusiker Helge Pfläging, der wiederum diese beiden Männerchöre leitet. Das Adventskonzert 2006 war das Beste, sagen viele Zuhörer ungefragt, aber laut und deutlich. Das hört man gerne. Immerhin gibt es ein Stammpublikum, das jedes Jahr zum Konzert antrabt, unabhängig von irgendwelchen Ankündigungen. Schon 2005 wurde laut verkündet, dass es das beste Konzert gewesen sei. Da hatte Helge erstmals eine neue Aufstellung des gemischten Chores erfolgreich praktiziert. Auch wurde vom Männergesangverein ein Lied vorgetragen, bei dem eine kleine Gruppe von Sopranistinnen mitwirkte. Bei einem weiteren Lied des MGVZ ertönten plötzlich die Saarmänner von der Empore aus zu einem Duett der beiden Chöre. Das gefiel den Zuhörern recht gut. Natürlich gab es früher auch Kritik, weil die Konzerte recht lange dauerten. Schließlich sind Kirchenbänke nicht gerade bequem. Sie dienen vielmehr zum Bereuen der Sünden, was man in einem wohligen Knautschsessel nicht richtig hinkriegt. Also, nach bis zu zwei Stunden auf den Kirchenbänken taten vielen Zuhörern die zum Sitzen benötigten Körperteile weh und sie beklagten sich. Seitdem soll ein Konzert nicht länger als 75 Minuten dauern. Nun gibt es keine Klagen mehr und es herrscht eitel Freude. Es gibt gar nicht so viele Adventslieder, um jedes Jahr etwas anderes zu singen. Am liebsten wäre es für die Zuhörer, Stille Nacht, heilige Nacht" bei Kerzenschein zu hören, aber die Chorleiter verstehen sich als Künstlerische Leiter und haben einen gewissen Anspruch. Sie tun sich immer sehr schwer bei der Auswahl der Lieder, die gesungen werden sollen. Wenn sich mal absolut kein passendes Lied findet, wird eben eines variiert oder ein Neues komponiert. Damit alles klappt, beginnen die Chöre schon nach der Sommerpause mit dem Einstudieren der Adventslieder. Leider ist die Orgel der Pauluskirche in einem derart schlechten Zustand, dass sie nicht mehr zuverlässig bespielt werden kann. Unsere Chorleiter, neben Helge Pfläging dirigiert noch Cesar Gustavo La Cruz, der für den Frauenchor zuständig ist. Beide sind begeisterte Organisten. Also wird nun mehr gesungen als auf der Orgel gespielt. Immerhin hat die Kirchengemeinde einen Verein gegründet, dessen Aufgabe die Finanzierung einer neuen Orgel ist. Die Kollekte unseres Konzertes belief sich auf 620 Büro und kommt voll dem Orgelbau zugute. Wenn nun in den nächsten Jahren die Heizung in der Pauluskirche gut funktioniert, steht den Adventskonzerten nichts im Wege. Die drei Chöre und das Publikum freuen sich schon darauf. Also alles Gute bis zum Ersten Advent um 15 Uhr in der Pauluskirche. Rainer Markert im Januar 2007 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||